wis 2026

buchpräsentation – zum ende des funktionalismus.

datum: 21.10.2026

uhrzeit: 18:00 uhr

ort: graz museum, sackstrasse 18, 8010 graz

die publikation stellt einen richtungsweisenden leitfaden für eine neue programmatik im „wohnbau“ im allgemeinen und im wohnbauwettbewerbswesen im speziellen dar. er setzt impulse und schreibt fest, wie diese in künftigen planungsprozessen verankert werden können.

der gegenwärtige wohnbau reproduziert sich durch eingefahrene entscheidungsmuster, die in summe zu uniformierten, monofunktionalen lösungen führen. besonders im wettbewerbswesen manifestiert sich dieser stillstand – immer noch geprägt von zutiefst funktionalistischem verständnis. um eine gegenposition zu dieser festgefahrenen typologie des „wohnens“ formulieren zu können, müssen zunächst ursachen und rahmenbedingungen untersucht werden. es geht also nicht primär um ästhetische phänomene der architektur, sondern um gesellschaftspolitische fragen: ob im graz der nachkriegszeit, in zeiten des „wirtschaftswunders“ der 60er und frühen 1970er jahre, oder in den darauffolgenden zeiten struktureller umbrüche hin zur gegenwärtigen, neoliberalen zeit.

eine kooperation des i_w institut für wohnbau der tu graz mit der kammer der ziviltechniker:innen steiermark und kärnten.

davor um 17 uhr findet eine führung durch die ausstellung „morgen war alles besser. im graz der 70er“ statt.

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mit offenen äugen – überwintern als lebensstrategie in widrigen zeiten

datum: 14. und 15. oktober 2026

uhrzeit: 19:00 uhr

ort: graz museum, vortragssaal, sackstraße 18, 8010 graz

überwintern rührt an die grundbedingungen des lebens selbst. neben kämpfen und fliehen ist es eine dritte und noch viel zu wenig verstandene art, mit schwierigkeiten umzugehen. was lässt sich von tieren lernen, die monatelang fast ohne herzschlag überdauern, von fröschen, die einfrieren, ohne schaden zu nehmen? und was hieße es, in widrigen zeiten selbst zu überwintern, und zwar wach, mit offenen augen, ohne zu resignieren?
an zwei abenden führt der philosoph armen avanessian von der biologie des winter- und sommerschlafs über politik, wirtschaft und klima bis zu einer lebenskunst des überwinterns, und zeigt, warum diese alte naturtechnik gerade jetzt zählt.

armen avanessian, * 1973 in wien, ist philosoph und professor für medientheorie an der zeppelin universität friedrichshafen. publikationen zuletzt: überwintern (matthes & seitz, 2026); planetarische ethik (2025); planeten denken (mit daniel falb, 2024).

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impulstag wis 2026

datum: 08.10.2026

uhrzeit: 13:00 Uhr ort: leiner, annenstrasse 63, 8020 graz

im rahmen unserer lehrveranstaltungen entwerfen bachelor und entwerfen master im wintersemester 2026, findet am donnerstag dem 08.10.2026 unser impulstag des instituts für wohnbau in graz statt.

ziel der veranstaltung ist ein vortragreicher nachmittag, spannende diskussionen mit den studierenden und teilnehmenden und nicht zuletzt, ein interdisziplinärer und internationaler austausch. diese vorträge dienen letztlich den studierenden als impulsreferate für darauffolgenden semesterarbeiten.

wir freuen uns auf ihr zahlreiches erscheinen und einen spannenden gemeinsamen diskurs!

gastprofessur wis 2026 – STUDIO MAGIC

das institut für wohnbau freut sich, für das wintersemester 2026 die gastprofessur von STUDIO MAGIC begrüßen zu dürfen.

im rahmen der gastprofessur werden thomas kalcher, thomas kain, judith urschler, davide barbieri, max kieninger und peter kanzler lehrveranstaltungen und vorträge anbieten und dabei aktuelle perspektiven aus forschung und praxis in die lehre einbringen.

„… arbeitet dort, wo Wohnen verhandelt wird, zwischen Bestand und Zukunft, zwischen Individuum und Gemeinschaft, zwischen Entwurf und Realität. Ihre Projekte beginnen selten mit einem leeren Blatt, sondern fast immer mit etwas, das schon da ist: ein Gebäude, ein Ort, eine soziale Situation. Sie lesen diese Zustände präzise, fast schon forensisch, und entwickeln daraus Architekturen, die nicht ersetzen, sondern weiterschreiben. 

Sie bewegen sich selbstverständlich zwischen Maßstäben: zwischen Ortsentwicklung und Detailknoten. Sie denken in Systemen statt in Grundrissen, in Übergängen statt in Grenzen, Räume, die sich aneignen lassen, die sich verändern dürfen, die zwischen Rückzug und Kollektiv vermitteln. Klassische Programme interessieren sie nur insofern, als dass man sie hinterfragen kann. Was sie wirklich antreibt, ist die Frage, wie Architektur gerechter, offener und gleichzeitig räumlich präziser organisiert werden kann. 

Ihre Arbeit hat zwei Geschwindigkeiten: eine analytische, fast ruhige Ebene, Lehre, Forschung, Kontextarbeit, und eine sehr direkte, physische Praxis. Sie bauen selbst, testen, zerlegen, setzen wieder zusammen. Temporäre Strukturen, 1:1 Interventionen, Selbstbauprozesse, nicht als pädagogische Geste, sondern als ernsthafte Entwurfswerkzeuge. In diesen Momenten entsteht Architektur im Gespräch, im Tun, im Aushandeln. Nutzer*innen sind nicht Zielgruppe, sondern Teil des Prozesses. 

Gleichzeitig sind sie strategisch: „Phase Null“ ist für sie kein Buzzword, sondern ein Werkzeug, um Projekte überhaupt erst möglich zu machen. Sie initiieren Prozesse, bringen Akteur*innen zusammen, setzen klare räumliche Rahmen, in denen sich Entwicklung entfalten kann. Zwischennutzung ist dabei kein Provisorium, sondern ein präzises Mittel, um Zukunft im Jetzt zu testen. 

Konstruktiv denken sie Architektur von innen heraus. Holzbau, reversible Verbindungen, kreislauffähige Materialien – nicht als Ideologie, sondern als logische Konsequenz. Details sind bei ihnen nie nur technisch, sondern immer auch kulturell. Gleichzeitig kommt eine zweite Ebene dazu: Forschung, Automatisierung, Zusammenarbeit mit Industrie. Sie entwickeln Systeme, die skalierbar sind, ohne ihren räumlichen und sozialen Anspruch zu verlieren. 

In ihrer Arbeit überlagern sich viele Felder: Lehre und Praxis, Aktivismus und Konstruktion, Strategie und Handwerk. Sie unterrichten, diskutieren, organisieren, bauen, forschen – und halten diese Spannungen bewusst offen. Themen wie Gender, Inklusion und Zugänglichkeit sind dabei integraler Teil ihrer räumlichen Logik. 

Was Studio Magic ausmacht, ist genau diese Gleichzeitigkeit: Sie können entwerfen, argumentieren, vermitteln und bauen – und wissen, wann was gefragt ist. 

Am Ende entsteht eine Architektur, die nicht laut sein muss, um klar zu sein. Eine Architektur, die sich aus dem Kontext entwickelt, aber präzise eigene Haltungen formuliert. Und ein Zugang zum Wohnen, der zeigt, dass gute Räume nicht nur gut funktionieren, sondern Beziehungen ermöglichen – zwischen Menschen, Materialien und der Umwelt, in der sie leben.“

mehr infos unter:

www.studiomagic.org

mail: office@studiomagic.org
instagram: @themagicstudiomagic