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soziale dichte

subline

ID: 2088

bezirk jakomini, graz

angesichts eines sich immer schärfer abzeichnenden wandels unserer lebensumwelt, und der verstärkten wahrnehmung, dass unser dasein immer systemeingebundener und damit abhängiger von fremden einflüssen wird, zieht sich quer durch alle soziokulturellen, einkommens- und altersschichten das verlangen nach einer „selbstbestimmten“ lebensweise. 

der durch unreflektiert wiederholte typologien, falsch verstandenen funktionalismus und standardisierte reproduktionen ewiggleiche wohnraum im geschossbau ist immer weniger in der lage, fehlende angebote an physischen und sozialräumlichen hintergründen auszugleichen, die ermöglichen, menschen in transition zu unterstützen und ihnen zwischen autonomiestreben und der angst vor der pandemie einsamkeit eine in ihrem umfang selbstgewählte eingliederung in ein heterogenes umfeld zu ermöglichen. 

der soziale wohnbau hat sich von seinem ursächlichen anliegen, wohnungen für das existenzminimum zu schaffen, korrelierend mit der sozialen entwicklung seit anfang des 20. jahrhunderts, zu einem gehobenen mittelstandswohnen entwickelt. sicherheitsanliegen von normen und gesetzgebungen, optimierung der energetischen verluste, angestrebte ausbaustandards steigern kontinuierlich die errichtungskosten und damit die mietkosten von wohnraum, der für teile der gesellschaft nicht mehr leistbar sein wird.