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wohnen im alter: neue wohnformen obdach

die veränderungen wirtschaftlicher und sozialer grundlagen und der demografische wandel verlangen neue nutzungsstrategien in den ländlichen regionen.

die demografischen veränderungen der “alterspyramide“ sind hinlänglich bekannt, die damit verbundenen aufgaben können von staat und gemeinde nicht mehr alleine bewältigt werden und erfordern zusätzliche freiwillige kommunitäre hilfe. sowohl wachsende als auch schrumpfende gemeinden sind aber zugleich von der entsolidarisierung der gemeinschaft bedroht.
eine massive aussenentwicklung mit gähnend leerem zentrum führt ebenso zum verlust des gemeinsinns wie eine allerorts schrumpfende kommune mit vielen leerstandsbauten in den zwischenräumen. nur räumlich wie auch sozial intakte ortszentren mit den möglichkeiten zur zwanglosen begegnung, wie fußläufigen wirtschaftlichen und kommunalen einrichtungen, sind gemeinschaftsbildend und positiv indentifikationsgebend. neue wohnformen für ein altern in würde sollen auch der vereinsamung in der gesellschaft auf grund der immer flexibleren und individualisierten lebensformen entgegenwirken.

in obdach treffen wir noch auf eine intakte gemeinde mit gesunder wirtschaft. trotzdem muss sich die kommune dem sich abzeichnenden paradigmenwechsel vom rein quantitativen wachstumsdruck hin zu qualitativen merkmalen einer künftigen entwicklungen stellen.
die ansprüche alter menschen an ihre wohnumgebung sind im grunde nicht anders als die jüngerer menschen: krankheit, immobilität, depriviligierung, singularisierung oder auch vereinsamung können alle altersgruppen betreffen. die lebensqualität im alter hängt, wie in der gesamtgesellschaft, primär eher von den wirtschaftlichen oder auch von den sozialen faktoren ab

„wohnen ist geprägt von der eigenen biografie und der gelebten lebensgestaltung. ältere und pflegebedürftige menschen formulieren den wunsch nach überschaubarkeit, der möglichkeit zur gestaltung einer eigenen häuslichkeit und häufig auch nach einem zusammenleben mit anderen generationen.
kaum ein mensch kann sich heute noch vorstellen, in einem traditionellen altenpflegeheim zu leben. andere wohn- und lebensformen als das klassische heim werden gewünscht.“

 Benedikt Lisa

hodzic maida

Kulmhofer Thomas

Metzele Jörg-Peter

Pires Guerra Bustorff Silva Patrícia Maria

Stecher Andrea

entwerfen3_aufgabenstellung (pdf, 6,3mb)

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