kaos berlin_sw | Bild Kaos Berlin

A-Kategorie SOS 2020

sos2020 | 157.555 wohnbau vorlesung

wir entwickeln eine kulturhistorische betrachtung der räumlichkeit von wohnungen und wohngebäuden in der entstehung aus einzelnen gerätschaften, aus funktionalen elementen: herd, tisch, bett, kasten, bad, wc. diese elemente veränderten sich mit der zeit zu determinierten räumen. solche festschreibungen, die in unterschiedlichen soziologischen und geografischen kulturen jeweils anders verlaufen, bilden die grundlage für eine kritische, vergleichende betrachtung wesentlicher wohnbauten aus dem österreichischen und internationalen diskurs. in der diskussion aktueller bauwerke werden gestalt – und kostenrelevante normen und gesetze erwähnt und in beziehung gesetzt. dieser aspekt spannt auch den bogen zu den forschungsthemen des i_w.

reader

reader (pdf, 139,4mb)

sos2020 | 157.505 entwerfen 2

wohnungen werden noch immer hauptsächlich für kernfamilien in monofunktionalen wohnbauten geplant und gebaut. die individualisierung der bewohner und die diversität der gesellschaft erfordern innovative wohnformen in hybriden gebäuden. begegnungszonen fördern die gemeinschaft und lassen neue beziehungen und soziale strukturen ähnlich einer ländlichen großfamilie entstehen. wir werden das beispielhaft in kleinem masstab – in einer baulücke – durchspielen.

sos2020 | 157.507 entwerfen 4

(un)gewohnt_soziale dichte

vergessen widersteht im hintersten winkel des dietrichsteinplatzes ein hochhaus aus den 60er jahren dem derzeitigen innerstädtischen immobilienhunger. es genügt weder aktuellen geschäfts- noch wohnbedürfnissen, ist in diesem sinne „unproduktiv“; vielleicht sogar etwas ärmlich und dementsprechend heruntergekommen, und wird im stadt- und verkehrsbild auch weitgehend ignoriert, unter umständen gar aktiv ausgeblendet.

sos2020 | 157.514 workshop 2

die trennung von wohnen, arbeiten, freizeiteinrichtungen, produktionsbetrieben und dienstleistungen ist vorbei. baugruppen organisieren sich selbst und schaffen orte, wo sie gemeinsam wohnen und gemeinsam leben. inmitten von industriebetrieben, wohnbauten und religiösen einrichtungen soll ein hybrid entstehen, der unterschiedliche bedürfnisse abdeckt. wir sprechen mit potentiellen bewohnern, überlegen uns gemeinsam unterschiedliche szenarien, und vertiefen einige davon in individuellen kreativen darstellungsarten.

grafik: club hybrid – ein demonstrativbau in graz

sos2020 | 157.777 projekt

(un)gewohnt_soziale dichte

der durch unreflektiert wiederholte typologien, falsch verstandenen funktionalismus und standardisierte reproduktionen ewiggleiche wohnraum im geschossbau ist immer weniger in der lage, fehlende angebote an physischen und sozialräumlichen hinter- gründen auszugleichen, die ermöglichen, menschen in transition zu unterstützen und ihnen zwischen autonomiestreben und der angst vor der pandemie einsamkeit eine in ihrem umfang selbstgewählte eingliederung in ein heterogenes umfeld zu ermöglichen.

verpflichtende wahlfächer für diese lehrveranstaltung:

157.809 sozial- räumliche experimente des wohnens | thomas kalcher, sigrid verhovsek

157.812 wohnen im soziologischen diskurs | sigrid verhovsek

sos2020 | 157.809 sozial-räumliche experimente des wohnens

(un)gewohnt_soziale dichte

sozialutopisten wie charles fourier oder robert owen versuchten in (teilweise realisierten, teilweise theoretischen ) entwürfen, alternative wohn- und lebensformen zu entwickeln, in denen nicht die „kernfamilie“ oder der privathaushalt im vordergrund stehen, sondern auch andere formen des sozialen lebens im wortsinn „gewohnt“ werden.

sos2020 | 157.811 wohnexperimente als räumliche praxis

die wurzeln des gemeinschaftlichen wohnbaus in kollektiven wohnformen reichen zurück bis zu den sozialutopisten mit ihren top-down projekten.
ausgehend von bottom-up aktionen von kleinen gruppen wurde das bauen in der gruppe wieder aktuell und wird auch teilweise von kommunen gefördert.
graz hat dazu schon frühe beispiele und vielfältige experimentelle wohnbauten vorzuweisen. einige davon werden wir besuchen, recherchieren, diskutieren und in multimedialer form präsentieren.

bildinhalt: house attack, erwin wurm, installation mumok

sos2020 | 157.812 wohnen im soziologischen diskurs

(un)gewohnt_soziale dichte

ganz ehrlich: wer will schon durchschnittlich sein? aber der kampf um individualität ist paradoxerweise das, was uns alle charakterisiert und zumindest in dieser praxis gleich- macht. dabei lichtet sich durch die ausdifferenzierung unserer westlichen gesellschaft die mitte, oder eben anders gesagt: der durchschnitt trifft auf kaum einen wirklich mehr zu, wir bewegen uns an den rändern und experimentieren mehr oder weniger lustvoll, mehr oder weniger freiwillig, in manchen grenzzonen eine art von freiheit von der norm.